Wir wurden um 14.00 vom Brautpaar, das mit einer großen Strechlimousine vorfuhr begrüßt. Jeder Gast wurde persönlich vom Brautpaar begrüßt.

Ein Tamada führte die Hochzeitsgesellschaft und uns sicher stundenlang durch das 'Programm'
Es waren ca. 200 geladene Gäste, wir waren mit ca. 15 andern Gästen die Einzigen die kein Wort Russisch verstehen. Doch der Hochzeitsführer klärte dies im Vorfeld ab, und übersetzte uns größtenteils alles, oder führte sogar deutschsprachig durch den Abend. Wir fanden das unglaublich liebeswürdig.
Die Dekoration des Saales war wie sich kleine Mädchen eine Märchenhochzeit vorstellen. Alles war farblich aufeinander abgestimmt und für das Brautpaar sehr romantisch.
Wir haben unglaublich lecker gegessen - einige Leckereien kannten wir, andere wiederum lernten wir kennen. Alleine das 'Mittagessen' war für uns schon ein Erlebnis für sich. Getrunken wurde natürlich auch. Da bestätigten sich unsere 'Vorurteile' (das soll jetzt bitte nicht negativ behaftet klingen) Wodka in größeren Mengen - ein Anlass für das nächste Gläschen fand sich oft. Vor allem beim Gorko - wird während des ganzen Abends immer wieder ein Kuss vom Brautpaar gefordert.Der Tamada machte seine Sache sehr gut, und so wussten wir auch das 'Zigeuner' den Brautschuh gestohlen hatten - und dieser nun durch Geldspenden ausgelöst werden musste. Einen ähnlichen Brauch, der des Brautschuhversteigerns kenne ich aus unserer Heimatgegend auch.
Ein kurzweiliger Nachmittag mit buntem Programm wartete auf uns. Gegen 19.00 durften wir dann wieder essen - leckerste Fischhäppchen vom Feinsten - russische Eier ................... und noch viel, viel mehr.
Getanzt haben wir auch - hier war ich ebenfalls unglaublich überrascht, denn traditionell kennt man wohl kein 'schnelles Zusammentanzen' wie z.B. Fox oder Walzer dergleichen.
Schnell war die Zeit bis um 22.00 vergangen und wir durften wieder essen - es gab Kaffee und Hochzeitstorte bzw. Kuchen ............. ich muss gestehen den Kaffee habe ich Süchtel sehnsüchtig erwartet - auf den Kuchen habe ich abgesehen vom Anstandstückchen mit meinem Mann, das uns der Bräutigam an den Tisch brachte verzichtet, ich war dem Platzen nahe.
Es wurde noch viel vorgeführt, gesungen, getanzt und gelacht..............die Brauteltern wurden vom Brautpaar geehrt, die Braut entschleiert ................und irgendwann nachdem der neue Tag schon angefangen hatte, fanden auch wir den Weg nach Hause.
Es war ein rundum gelungener Tag - wenn wir auch nicht alles verstanden (Frau Rebis hätte ich gerne an meiner Seite gehabt - so zum Erklären und Dolmetschen) - so verstanden wir uns doch alle blendend.

Hallo meine Liebe, das ist ja mal wieder ein rundum gelungener Bericht, interessant und kurzweilig. Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag, liebe Grüße, die Christiane
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