19. Mai 2011

aus Schaden wird man...


hoffentlich endlich mal klug. Und statt man, könnte ich auch fast Mann schreiben - zumindest aber Pubertist oder Chaot oder Krümel oder mein Sohn oder mein lieber Dummbeutel .........


Wenn Eltern Verbote aussprechen oder etwas nicht gutheißen, dann hat das immer meistens einen Sinn. Der Sinn, dass der Krümel nicht die Glasflakons öffnen solle lag auf der Hand  - die Teile lassen sich seit Jahren nicht öffnen (auch mein Mann hat es nicht geschafft) - es gibt eine große Schweinerei, denn die Flakons sind noch mit Badezusatz befüllt - oder im schlimmsten Fall zerbrechen diese und man Krümel kann sich verletzen.

10 Minuten später:

Blut überall - geschockter Krümel - geschockte Mutter - Familie im Ausnahmezustand - Fahrt ins Krankenhaus 1 (hier kann man nicht behandeln) - Fahrt ins 60 km entfernte Krankenhaus 2 - Notoperation ein halbe Stunde später, weil die Sehne und der Nerv des rechten Daumens durchtrennt waren - wie dankbar ich doch bin, dass es Spezialisten gibt, die so etwas Filigranes wieder 'zusammenflicken' können.

Heute war der Krümel noch sehr neben der Spur, aber es scheint alles gutgegangen zu sein. Morgen kann er dann höchstwahrscheinlich wieder mit nach Hause kommen - das entscheidet sich aber letztendlich nach dem ersten Verbandswechsel.



Ich wünsche ihm so sehr, dass der Daumen wieder voller Gefühl und voll beweglich sein wird!

13. Mai 2011

12 von 12 im Mai



 schöne Einblicke in unseren Garten




  
Ecken die wir noch gestalten, verschönen, bearbeiten wollen

 



Pflänzchen die aufs Auspflanzen warten - und Plätze die auf Pflänzchen warten




 Preisverleihung vom Malwettbewerb - die Motte war dabei




...und wer noch bei 12 von 12 mitgemacht hat seht ihr bei  Frau Kännchen!

Elternsprechtag 3

Wie ich es ja schon einmal schrieb, hasse liebe ich Elternsprechtage 'hüstel' ......und nachdem ich den letzten Elternsprechtag erfolgreich ignorierte (das hat mich ganz schön Mut gekostet - aber mir ging es gut dabei), war gestern der Besuch des Sprechtages vom Krümel unbedingt fällig.
Wie immer musste ich mir laut Sohn keinerlei Gedanken machen, weil alles ganz gechillt ist im Moment - aber auch diese Aussage kannte ich ja schon. Auch dieses Mal begleitete er mich, deutlich nervöser als sonst, was nicht gerade Gutes vermuten ließ.

Auch dieses Mal war ich sehr rechtzeitig an der Schule - und auch dieses Mal war Bio und Chemie meine erste Anlaufstelle (allerdings dieses Mal nicht von einer Lehrkraft unterrichtet). Der Bio-Lehrer kam gleichzeitig mit uns an und ich hatte einen echten Durchmarsch. Mitarbeit und Abfragenoten bei 2 - sehr interessierter Schüler (Verwechslung ausgeschlossen, das Krümelkerlchen sollte mit zum Gespräch). Chemie mit Latein das HassLieblingsfach schlechthin war nicht der Brecher, aber es sind auch hier keine Katastrophen passiert (für uns ist eine 4 keine Katastrophe - nur mal so nebenbei)

Ich hatte keine längeren Wartezeiten wie 10 Minuten -  ich bin mir sicher die Lehrer wurden instruiert mich bitte nicht für immer zu vergraulen, denn es war  fast alles ganz anders

- die Noten stimmen
- die Mitarbeit ist gut bis sehr gut
- er ist ein aufgeweckter Schüler
- er versucht Dinge umzusetzen

....... ich bekam wirklich fast ausschließlich positive Dinge über mein Kind erzählt - in fast allen Fächern (er war bei den Gesprächen nicht dabei - und alle Fachlehrer habe ich auch nicht abgeklappert)!!! Langsam fangen Elternsprechtage an mir zu gefallen - ich habe kein Monster, sondern einen liebenswürdigen, wenn auch pubertierenden Teenie, dem man laut Deutschlehrer einfach nicht böse sein kann!!!

Was sich jedoch nicht geändert hat ist, er ist nach wie vor noch unglaublich zerstreut, vergesslich und verplant ............. Nacharbeiten werden auch in Zukunft immer wieder einmal anstehen - auch Mitteilungen über mangelnden Hausaufgabenfleiß oder vergessene Hefte und Bücher werden wohl noch ins Haus flattern - nur nicht mehr wöchentlich (ich habe in diesem Schuljahr erst drei erhalten)

Was sich noch nicht geändert hat, sind diese speziellen Eltern, die einen anschauen und mit den Augen fast ausziehen, und die sich permanent über andere, störende Kinder unterhalten. Aber wenn all das nicht so wäre, dann könnte ich Elternsprechtage ja nicht in Ruhe hassen  ;-)

6. Mai 2011

Motte im Glück

Erst wollte ich ja gar nichts mehr zu dem Thema Turnier schreiben - aber nun schreibe ich doch. Ich habe mich zunächst gefreut, geärgert, habe überlegt, gezweifelt .....und dann schließlich gedacht, dass ich nicht die Welt retten kann, aber mit gutem Beispiel vorangehen kann.

Erstmal die ganz tolle Nachricht - die Motte hat den ersten Platz bei dem Reiterwettbewerb erritten, und das obwohl sie
 
- kein eigenes Pferd besitzt
- kein Erwachsener das Pferd abgeritten hat
- sie nicht auf den typisch klassischen Turnierpferd reitet, sondern auf einem kleinen Scheckenpony
- sie keine Turnierbekleidung im Wert von mehreren hundert Euro besitzt und trägt
- sie nur zu kurze Gummireitstiefel und keine teuren Lederreitstiefel trägt
- sie keine Sporen trägt
- wir keinen bekannten Nachnamen tragen
- wir ihr nicht eingeimpft haben, dass sie unbedingt gewinnen muss


Leider haben wir genau diese Dinge bei anderen Eltern beobachtet und es ist uns sehr sauer aufgestoßen, dass schon Kinder massiv unter dem Druck stehen (bzw. gesetzt werden) unbedingt gewinnen zu müssen. Natürlich freuen wir uns wie Bolle, dass die Motte gewonnen hat - alles andere wäre ja auch abnormal, aber das was wir teilweise gesehen haben finden wir schlimm.

das Pony ist nassgeregnet , nicht schweissgebadet ;-)

29. April 2011

Vorbereitungen zum Ausgehen

...können schon ganz schön umfangreich sein. Da wird geduscht, die Haare gewaschen geföhnt, onduliert und geflochten. Da werden die Nägel gefeilt und lackiert. Es wird gecremt und parfümiert..........


......aber für mich muss mein Mann nicht extra ein Strohnetz ins Auto hängen - ich komme auch so angetrabt 'g'

Morgen findest das erste Reitturnier in diesem Jahr für die Motte statt. (Die Kinder bekommen vom 4 x im Jahr die Möglichkeit ein Schulpferd auf einem Turnier zu reiten) Es werden Gespräche über Mähnenfrisuren (Zöpfe nach links, rechts, stehend oder gar einen französischen Zopf) - über Fellglanz- und Fliegensprays - über Startnummern und gefettete Hufe - welche Geschmacksrichtung Leckerlies die ultimativ Besten sind (Wildkräuter oder Banane oder vielleicht doch Biohimbeere) und vor allem über den morgigen Tag geführt.

Sattel, Trense und Stiefel werden ebenfalls auf Hochglanz poliert - es riecht nach Lederfett, Heu, Pferd und Aufregung - und fast fühle ich mich in eines der Bücher zurückversetzt die ich als Kind verschlungen habe.

..... wenn dann auch noch die Motte kommt und sagt 'Ich bin sooooooo glücklich' - dann vergisst man ganz schnell, das die ganze Familie eingespannt ist - das morgen 800kg Lebendgewicht am Auto hängen und wir am Ende des Tages alle nach Pferd stinken riechen werden.

...und wenn der ein oder andere so gegen 15.30 ein bißchen Zeit hat - ein paar liebe Gedanken oder gedrückte Daumen können nie schaden ;-) ........... auch wenn unser Motto lautet 'Dabeisein ist alles!!!'

21. April 2011

ausprobiert

habe die Motte und ich die Osternester von Frau Frische Brise. Lecker sind sie geworden - aber leider die Eier nicht alle hart. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir unseren Hühnern nicht gelernt haben genormte Eier zu legen.


 
 
Danke für den tollen Tipp.

Morgen steigt dann die Produktion für die Familie.

19. April 2011

ich stinke.....

wie eine Frittenbude!!!


Heute war wieder einmal so ein 'Sabine - was kochen wir denn beim nächsten mal Tag'. Warum können wir nicht einfach einmal Wurstsalat schnippeln und ein Brot dazu aufschneiden? Warum frage ich mich alle 4 Wochen wieder warum ich freiwillig koche, frittiere, schnipple........mein Mann sagt, dass ich 'nen Schlag habe (aber er kommt immer ganz freiwillig zum Essen vorbei!!!!), mein Sohn ist sowieso gegen den Verein ......aber meine Tochter liebt mich dafür - und Sabine ist genau so irre wie ich.

Heute gab es also Backfisch mit Kartoffel- und Gurkensalat - alternativ dazu gebackenen Camembert mit Preiselbeeren und Toast. Wie man schon herauslesen kann, ist da sehr viel zu backen - und was herausgebraten wird, riecht und ist fettig und setzt sich ganz nett in den Kleidern und Haaren fest - und nun sitze ich hier und stinke vor mich hin (dabei habe ich geduscht, aber der Geruch von 25 Camemberts und 24 Stück Backfisch klebt mir in der Nase) 

Nie mehr werden wir so etwas machen - jedenfalls nicht so schnell - oder zumindest nicht beim nächsten Mal!!!


Ach so - gerade habe ich eine Mail geschrieben 'Sabine - was kochen wir beim nächsten Mal' 

Wenn jemand eine tolle Idee hat, ich bin für Vorschläge offen ;-)

18. April 2011

4 Wochen

bin ich nun rauchfrei ............und ich fühle mich dabei richtig frei.

Ich muss nicht aufpassen, dass ich für den nächsten Tag noch wenigstens eine Zigarette habe. Ich brauche kein Kleingeld mehr. Ich schleiche mich nicht zum Automaten und hoffe, dass mich die Kinder nicht ertappen. Ich kann mich mit mit meinem pubertierenden Jüngling über die Nachteile des Rauchens unterhalten, ohne ständig vom schlechten Gewissen an die eigene Sucht erinnert zu werden. Ich brauche keine Aschenbecher mehr zu spülen. Ich gewinne Zeit. Ich fühle mich gut und ich bin ein bißchen stolz auf mich. Ich spare fleißig in ein rotes Nichtraucherschwein...................ich freue mich einfach so - so -so !!!

14. April 2011

rumms....

hat es gemacht und geknirscht und dann war das Auto kaputt.


Vorgestern war das - am Morgen als ich auf dem Weg zu einer Freundin war. Wir hatten uns zum Frühstücken verabredet.


Es war ganz klar meine Schuld - im Nachbardorf gibt es eine kleine Sandsteinbrücke, da passen Auto und LKW nicht aneinander vorbei. Ich war schon auf der Brücke als der LKW  auf die Brücke fuhr - ich habe mich sehr geärgert, dass er nicht hält und bin voller Wut rückwärts gefahren. Aber Wut und Ärger sind keine guten Beifahrer - das Ergebnis ist unter anderem dies ...



...und ein geplatzter Reifen und ein hämisch grinsender LKW-Fahrer (der nicht mal angehalten hat)

Diese Zeilen habe ich am 18.September letzten Jahres geschrieben - ich war unterwegs zu meiner Freundin, die mir zuvor am Telefon sagte, dass sie nun eine Hirnmetastase hat  - trotzdem bin ich weitergefahren, habe das Auto getauscht und sie besucht ..........der Anfang des Weges der nicht lang sein sollte, aber dennoch weit führen sollte.

Nie habe ich diesen Entwurf fertig gestellt, zu banal schienen mir die Schrammen des Autos - teuer ja, aber nicht so teuer wie das Lebensglück. Heute habe ich einen Termin in der Werkstatt gemacht - erst jetzt konnte ich es................

12. April 2011

12 von 12 im April

Gartenimpressionen
Kompostimpressionen
die 'Unterfränkische Baumkatze'

der Himmel rechts vom Balkon

der Himmel links vom Balkon
Wiesen die sich selbst gestalten


Frühlingshühner
Holzhalle am Samstag
Holzhalle heute
...und leider lassen sich die restlichen Bilder im Moment nicht laden :-(


Hier sieht man, wer noch mitgemacht hat

8. April 2011

Gedankenfäden

Ich trage so viele Gedankenfäden und -knäule in mir, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Ich bin so gefüllt mit den Ereignissen der letzten Woche und auch meinem ganz normalen Leben das einfach so weiter fließt und sich nicht von dem Erlebten beeinflussen lässt.

Ich habe noch nie einen Menschen kennengelernt der mit so viel Würde und Gottvertrauen auf den Tod zugelaufen ist. Es berührt mich unendlich tief.

Kann man von einem schönen Sterben reden? Wie sagt man dazu, wenn ein Mensch geht - wenn alle die zurückbleiben traurig und voller Schmerzen sind - wenn aber trotzdem alles stimmig ist, wenn alles kommt wie es sein soll und muss.

Wie kann es sein, dass Menschen, die sich nicht kannten plötzlich ein mentales Band verbindet, und man immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist - ohne Mail - ohne Handy - ohne Telefon - einfach durch das Gefühl?

Wann hört das Gefühlschaos wieder auf, ich kann herzhaft lachen und gleich darauf fließen Tränen.

Erlange ich jemals wieder meine berufliche Professionalität??? ....... will ich das überhaupt?

Kann ich je wieder Smalltalk machen? Im Moment explodiere ich fast, wenn ich von bestimmten Menschen die üblichen Phrasen höre.

Lerne ich Lob anzunehmen? Eigentlich muss ich mir eingestehen, dass ich gerne gelobt wurde - doch nun kann ich es kaum ertragen.

Wann kommt die Normalität zurück? Und was ist überhaupt Normalität?

Ist das für einen 0816 blog kein Thema über welches man schreibt - oder vielleicht zu kryptisch?

Kann ich im nächsten Eintrag einfach zu einem Muffinrezept oder einem Katzenfloh übergehen - und will ich das?

.......wann bin ich nicht mehr so, so müde?

2. April 2011

Flieg - Seele - Flieg

Flieg - Seele - Flieg
wir lassen Dich ziehen
denn wir wissen
Du hast Deinen Frieden gefunden

Flieg - Seele - Flieg
Menschen die wir lieben 
bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren
in unserem Herzen und in unserer Seele.

Flieg - Seele- Flieg
in Dein anderes Leben
wir vertrauen auf Gott
und hoffen auf ein Wiedersehen

(Uta Winkler)

28. März 2011

Der Weg....

den ich mit ihr gehe, ist ihr Letzter - so schnell war auf einmal das Ende in Sicht - gerade noch planten wir uns ein wenig hinzusetzen und auszuruhen, sie wollte es sich noch ein bißchen gut gehen lassen ...... der Mai schien so nahe mit seinen wärmenden Sonnenstrahlen, doch dann kam eine Biegung und dahinter wurde der Weg schmaler.

Viele die mit ihr liefen blieben nun zurück, hatten Angst auf dem sehr holprigen und steinigen Weg zu gehen. Ich habe auch manchmal Angst - Angst selbst zu straucheln, nicht mehr mit ihr Schritt halten zu können - Angst, dass die Tränen mich vom Weg abkommen lassen.

Doch die Tränen klären meinen Blick und ich weiß auf einmal, dass ich nicht straucheln werde - ich kann ihr Halt sein - sie ist da, diese Stärke von der ich nicht weiß, woher sie kommt.

Es sind nur noch wenige Schritte - wir die kleine Gruppe, die wir den Weg mit ihr gemeinsam gehen, können schon das Strahlen sehn, dass aus ihr herausbrechen möchte.

Trauer und Freude - Dunkelheit und Licht - Angst und Mut ........... zwischen all diesen Gefühlen ist ihr klarer Geist, den wir so schätzen und lieben




22. März 2011

Die Letzte !!!

Ich wünsche und hoffe wirklich, dass es die Letzte war!

Seid gestern 11.45 Uhr. Ich versuche ohne allzu große Erwartungshaltung zu sein - und doch möchte ich es unbedingt schaffen!!!
Heute geht es mir supergut und ich bin ein bißchen stolz auf mich (eigentlich total affig - nur weil ich 21 Stunden nicht geraucht habe). Ich hoffe das hält an.


15. März 2011

fassungslos - entsetzt

Wann werden wir es endlich lernen ??? Wird die Vernunft je über die Profit- und Prestigegier siegen???

 Mich macht es fassungslos, wie gedankenlos wir Menschen mit mit Atomenergie umgehen - wir alle sind aufgerufen mitzudenken - Ökostrom zu beziehen!!!

Mich macht es wütend wenn ich sehe, wie auf einmal Wahlpropaganda betrieben wird - ich finde es einfach nur zum Würgen .....



Das Mottenkind hat sich im letzten Jahr mit 10 Jahren Gedanken zur Klimaveränderung gemacht ..... mit 10!!! Es ist so passend !!!


Ich habe ihr Bild ein bißchen bearbeitet (leider kann ich es nicht so toll - ich bekomme die Schrift einfach nicht größer)

21. Februar 2011

ich habe.....

fast keine Schmerzen mehr - dafür hat meine Mutter den Rücken grün und blau gehauen  massiert. Und nun kann ich wieder durchatmen - allerdings werde ich so schnell keinen Orthopäden mehr aufsuchen: Dieser Depp nette Mensch machte dreimal knick knack, meinte mein Rücken sei eine Großbaustelle und ich sollte mir ein Fitnessstudio suchen um für meine berufliche Heberei einen Ausgleichzu finden. Wenigstens weiß ich nun, dassmein Rücken keine degenerativen Veränderungen hat ;-9  ..... ist ja auch was wert

16. Februar 2011

ich habe....

Rücken

Ich denke ich habe einen eingeklemmten Nerv - und ich bade und lasse massieren und behänge mich mit Dinkelkissen ......und alles nützt nichts!

Mein Kräuterhexenrepertoire habe ich auch schon durch, von Schüsslers heißer 7, über Globuli und Cremchen - ich weiß nicht mehr weiter ........ und ein Arzttermin ist auch nicht vor nächster Woche zu bekommen.

Jetzt müssen harte Geschütze her - ich bin extem genervt !!!

Ich gehe mich jetzt selbst bemitleiden und werfe ein Dinkelkissen auf den Rücken ...

Bis bald mal

11. Februar 2011

Geburtstagsbesuch

Am Montag habe ich mein Köfferchen gepackt und bin zu meiner lieben Freundin gefahren, denn sie hatte am Dienstag Geburtstag.

Es war einfach nur super - herzerwärmend - lustig - traurig - knoblauchlastig - wundervoll  und einmalig!

Als ich am Abend ankam, gab es erstmal viel, viel, viel zu erzählen. Ich bin mir jedoch sicher, dass bei ihr kleine, fiese, rote Zeitklaumonster wohnen - denn als ich auf die Uhr geschaut habe war es auf einmal 23.00 Uhr - beim nächsten Blick auf die Uhr war es dann schon 3.30 - ich bin mir sicher die Fieslinge haben haben die Zeit geklaut, oder einfach die von der 23 aufgefressen!!!!!!

Nach einer kurzen Nacht (ich habe wunderbar geschlafen und hatte einen schnurrenden Bettkumpanen) haben wir das Geburtstagsmenü vorbereitet (mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke).

mein schnurrender Bettkumpane


Das 4 - Gänge Geburtstagsmenü:

Zwiebelknoblauchsuppe (mit unglaublichen 25 Knollen Knoblauch !!!!)
Feldsalat mit Himbeervinaigrette & Wachtelspiegelei
Lammkeule mit Pfannenkartoffeln & Speckbohnen
Creme brûlée
Knoblauchsuppe mit Sahnehäubchen
Lammkeule mit Speckbohnen
 Ich habe unglaublich nette Menschen kennengelernt und wir alle hatten einen unvergesslichen Abend!!!
das werde ich mir jetzt öfter mal um den Hals hängen ;-)
 
Und auch vor diesem schönen Abend machten die Zeitklaumonster nicht halt - sollten sie mir mal über den Weg laufen, dann müssen sie sich aber warm anziehen !!! 
 

Mit ziemlich müden Augen und und einem Auto voller Dingen ( unter anderem ein Festessen für meine Familie, Dubbegläsern , Katzenleberwurst und ......den Rest verrate ich nicht) und Dingen für die ich nicht mein Auto, sondern nur mein Herz brauche (ein wohliges Gefühl - Freundschaft - Kameradschaft - Liebe - Zuneigung - Lachen - Trauern - Leben - Begegnungen - Leid - Träumereien - das perfekte Dinner - Katzenliebe und auch ein paar Katzenhaare - geklaute Zeit - wunderschöne Zeit - müde Augen - einen geheilten Rücken - und Dich vor allem Dich habe ich mitgenommen)

ich komme wieder !!!




















                                                                                                                                                

7. Februar 2011

Geburtstag

hat morgen ein wunderbarer Mensch, darum mache ich mich heute auf sie zu besuchen, die Internetbekanntschaft, die Kranke, dieFreundin, die gute Seele...

Ich werde berichten.

3. Februar 2011

Schulgedanken

Zuallererst möchte ich mal schreiben, dass es hier im Hause Krümel und Motte das wohl entspannteste Schuljahr ist, seit die Kinder in die Schule gehen
.
Das liegt sicher zum einen daran, dass der Krümel die Klasse wiederholt und altersmäßig endlich angekommen zu sein scheint. Bis auf einen Ausrutscher stimmen die Noten und auch die Mitteilungen und Elterngespräche sind auf ein Minimum reduziert. Wir sind sehr froh uns gegen eine Nachprüfung entschieden zu haben und lassen einfach alles laufen. Sogar in seinem Hassfach Latein wird eine 3 im Zeugnis stehen (hoffe ich).

Bei der Motte läuft alles noch viel, viel besser, als wir uns das je hätten vorstellen können - und da liegt auch gerade das Problem.
Durch einen unglaublich engagierten Lehrer bringt die Motte in diesem Jahr wahre Glanzleistungen mit nach Hause. Mit den Hauptfächern Mathe (2), Deutsch (2) und Englisch (3)  hat sie sich für den sogenannten M-Zug qualifiziert. In allen anderen Lernfächern steht sie auf einer 1. Unsere Intention war es die ganze Zeit sie die Hauptschule durchlaufen zu lassen, und sie, sofern sie es möchte nach erfolgreicher Beendigung dieser noch weiter zur Schule gehen zu lassen, um die Mittlere Reife zu erlangen. Diese kann man in unserer badischen Nachbarstadt innerhalb von zwei Jahren  (Klasse 10 und 11) erwerben.
Nun stehen wir vor einer neuen Entscheidungssituation - sollen wir sie beeinflussen, dass sie auf den M-Zug aufspringen möchte???

Ich persönlich habe ein ganz gespaltenes Verhältnis zu dieser Schulform. Zum Einen muss sie die Hauptschule wechseln und geht dann in die Kleinstadt zur Schule. Die Geborgenheit der relativ kleinen Hauptschule in die sie im Moment geht, müsste aufgegeben werden. Zum Anderen ist der Abschluss des M-Zuges (zumindest hier in der Gegend) noch nicht wirklich als mittlerer Schulabschluss anerkannt, maximal als besserer Hauptschulabschluss. In ihrer Klasse ist sie ein glückliches, unbeschwertes Schuldmädchen - und sicherlich tragen die guten Leistungen das Ihre dazu bei. Könnte sie ihr geliebtes Hobby (das Reiten) dann noch so intensiv ausüben? Nehmen wir ihr eine wichtige Chance, wenn wir sie nicht gehen lassen? Ist nicht mit jedem Schulwechsel ein Klassenwechsel verbunden und ich mache mich nur verrückt und benehme mich wie eine Glucke. Zerstören wir das mühsam erworbene Vertrauen in ihre Fähigkeiten, wenn wir sie nicht gehen lassen - oder auch wenn wir sie gehen lassen?

Fragen über Fragen ....... und ich dachte in diesem Schuljahr werden wir einmal nicht vor irgendwelche Entscheidungen gestellt......

1. Februar 2011

Hospiz

Seit ein paar Jahren weiß ich, dass ich mich beruflich verändern möchte. Durch drei sehr prägende Ereignisse ist mir ganz deutlich geworden, dass es die Hospitzpflege/tätigkeit sein wird.

Ich bin mir sehr sicher, dass es das richtige Beschäftigungsfeld für mich wäre - und doch kann es nicht gleich sein. Ich müsste unabhängiger sein - und das kann ich nicht, solange die Kinder noch zu Hause sind.

Nun hat sich im privaten Umfeld eine 'Begleitung' ergeben - er war auf einmal einfach da - der Weg, den wir nun gemeinsam beschreiten. Wir haben nie darüber gesprochen, dass ich sie begleite....... und doch ist es klar.

Noch ist das Ende des Weges nicht in sichtbare Ferne gerückt - noch ist so viel geballtes Leben da - und doch zieht der Tod die Kreise immer enger - noch nicht sichtbar, aber fühlbar.

Noch ist so viel Lachen, Freude, Albernheit, Humor (manchmal auch schon Galgenhumor) in unseren Gesprächen - aber auch hier merke ich wie sich eine leise Wehmut einschleicht, wie die Gespräche immer mehr in die Tiefe gehen, auf das Wesentliche beschränkt. Wie sich manchmal Entsetzen breitmacht, wenn wir begreifen.

Noch berühren uns die gegenseitigen Tränen etwas eigentümlich, nicht schamhaft - es gibt keinen Ausdruck dafür.....

Sie ist mir täglich nahe - und ich merke mit jedem Tag stärker wie aus einer Sympathie eine Bekanntschaft, und aus der Bekanntschaft eine Freundschaft und aus der Freundschaft eine Liebe zum Herzen dieses Menschen wird.

Doch dann kommen auch Momente, wo ich Angst habe - Angst zu versagen - Angst das nicht aushalten zu können - Wut, weil es so ist wie es ist - Trauer und Tränen - schlechte Laune und ungerecht sein - Zweifel an mir selbst .............. und doch möchte ich es so



Keiner wird gefragt
wann es ihm recht ist
Abschied zu nehmen
von Menschen
Gewohnheiten
sich selbst

irgendwann
plötzlich
heißt es
damit umgehen
ihn aushalten
annehmen
diesen Abschied
diesen Schmerz des Sterbens

dieses Zusammenbrechen
um neu
aufzubrechen


(Margot Bickel)

27. Januar 2011

Gegensätze

In mir war heute so viel Gegensätzliches, ein Wechselbad von Stimmungen und Gefühlen.

Heute war die Beisetzung einer Tante meines Mannes - ein bedrückendes Gefühl, wenn man in die trauernden Gesichter des Mannes, der Kinder und Enkelkinder schaute. Andererseits aber auch ein Gefühl von Erleichterung und Dankbarkeit das die Verstorbene nun nicht länger leiden musste.

Während der Messe einerseits das andächtige Gefühl weil der Pfarrer nicht nur seinen 'Job' machte, sondern besonders einfühlsam war - auf der andern Seite musste ich in mich hineingrinsen, weil der Orgelspieler das wunderschöne Lied 'Von guten Mächten wunderbar geborgen' im 3/4 Walzertakt spielte.

Während der Beisetzung ständig tuschelnde Menschen hinter mir, die mich einfach nur wahnsinnig nervten. Der Ärger über mich selbst, mich so ablenken zu lassen. Dann wiederum der letzte musikalische Trompetengruß ihres Schwagers, als nur noch der engste Familienkreis im Friedhof stand - und der mir mit Verklingen des letzten Tones so viele wunderbare Gedanken bescherte.

Die 'Verpflichtung' (auch als Fahrer der Schwiegereltern) auf den Leichenschmaus zu gehen einerseits - andererseits lernte ich eine Cousine meines Mannes kennen und es entwickelte sich ein sehr, sehr intensives Gespräch.

26. Januar 2011

Juhuuuuu -

 ich habe wieder eine Nähmaschine!!!

Seit Montag bin ich wieder im Besitz einer Nähmaschine. Ich habe genau die billige, wahrscheinlich für jede begeisterte Näherin lächerlich anmutende Discounternähmschine, die ich  die ich jahrelang benutzt habe. Seit einem Jahr ist meine alte Maschine nun kaputt - nicht mehr zu reparieren. Seit einem Jahr bringe ich es nicht übers Herz sie wegzuwerfen.
Meiner Mutter bin ich wohl ständig auf die Nerven gefallen, weil ich gefühlte 1000 Mal  mit Ausbesserungsarbeiten bei ihr auftauchte (.. sie ist im letzten Jahr zur begeisterten Patchworkerin geworden - und musste ihre Arbeit wegen meinem Tüddelkram immerzu unterbrechen).
Ich habe zwar ein bißchen Nähen gelernt - außer Faschingskostüme, ein paar Tischdeckchen und Vorhängen habe ich nur neuen Reißverschlüssen, zerschlissenen und zerrissenen Hosenbeinen (gut dieselbigen habe ich auch gekürzt)  genäht
...dann wurde ich auf die auf all die wunderbaren Handarbeitsbloggs aufmerksam - und es kribbelte so ein bißchen in den Fingern - aber beim Gekribbel blieb es ja.

Angeregt durch dieses wunder - wunderschöne Kräuterkissen das ich  von Ute geschenkt bekam (auch hier nochmal vielen, vielen Dank, Du Liebe!)



habe ich mich gestern schnell und ohne Plan hingesetzt, und ein paar Lavendelkissen probiert (mit Stoff und Spitzenrestchen von meiner Oma - sie war Schneiderin und nach ihrem Tod habe ich alle Stoffe und Spitzen aufgehoben - nun bekommen sie einen neuen Sinn - das macht mir irgendwie ein gutes Gefühl)


So toll wie Ute kann ich nicht nähen und sticken - aber fürs Erste, bin ich ganz zufrieden mit mir.

21. Januar 2011

die Hühnerklaue - oder Huhn geklaut?

Bei uns leben im Moment 12 bzw. 11 ziemlich glückliche Hühner und ein Hahn. Bei uns leben ebenfalls zwei ziemlich glückliche aber auch ziemlich pubertierende(das vermute ich jetzt mal) Katzen.

Die Katzen übernachten im Haus, und sobald die Kinder aus dem Haus sind, dürfen das auch die Katzen. Ich bin im Moment jeden Morgen die Türsteherin der Beiden. Mit großem Miau nach draußen - eine Stunde später wieder hinein, einzeln wieder raus und rein .....so richtig nach Katzenmanier eben ;-)

Gestern kam unser Kater freudig und mit stolz geschwellter Brust zurück - im Schnütchen eine Hühnerklaue. Mir war ganz schlecht. Die Beiden sitzen täglich im Kirschbaum vor den Hühnern und beobachten diese - sehr interessiert. Ich habe zwar noch nie davon gehört, dass Katzen Hühner jagen ........ aber möglich kann alles sein - oder?

Ich habe also den armen Kater angebrüllt, halb hysterisch (weil, "wie bringe ich das den Schwiegereltern bei?" - und  "kann ich die Katzen je wieder nach draußen lassen?") und halb glucksend vor Lachen, bei dem Bild das sich mir heraufbeschwor. Die Jagd durch die Wohnung konnte beginnen. Nach einer gefühlten halben Stunde hatte ich endlich das Hühnerbein. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich es nicht gleich entdeckt hätte. Unser dicker Snickers hätte es bestimmt unter seinen 'Verschleppschrank' gezerrt, und im ungünstigesten Augenblick (wahrscheinlich gerade wenn Besuch da ist) hätte es unter dem Schrank herausgeschaut. Ich bin ja so eine kleine Kräuterhexenanwärterin, aber Hühnerklauen hänge ich mir weder um den Hals, noch trage ich sie am Gürtel herum.

Ich machte mich also auf Suche nach dem Huhn (ich hatte echte Gänsehaut) - aber außer einer Menge Federn habe ich nichts gefunden. Wie bestellt rief mein Mann an - er ist vor Lachen fast vom Stuhl gefallen, als ich es ihm erzählte - hühnerjagende Katzen - lächerlich !!!!

Tatsächlich war es wohl ein großer Greifvogel, der das Huhn erlegt hat - er hatte es mir vergessen zu erzählen.

Ich muss immer wieder glucksen vor Lachen, wenn ich an das dumme Gesicht denke, das ich wahrscheinlich gemacht habe.

Es ist auch nicht so, das mir das Huhn gleichgültig ist - aber der witzige Aspekt überwiegt im Moment.

18. Januar 2011

ich koche......

.....nein - nicht vor Zorn, sondern für den Reitverein der Motte.

Irgendwann im letzten Jahr habe ich in einem Anflug von geistiger Umnachtung zugestimmt einmal in vier Wochen mit meiner ebenso verrücktem Freundin Sabine das Reitetstübchen des Vereines wiederzubeleben (mh, vielleicht ist sie ja doch nicht so berufsfremd - die Kocherei).

Das Vereinsleben ist ja sooooo schön, man möchte sich wieder häufiger treffen, austauschen, die Jugend fördern, Zusammenhalt stärken - das waren schon schlagende Argumente. Also bin ich eigens dafür in den Verein eingetreten (reiten werde ich erst dann, wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen ;-)  )

Nun ist heute der eine Tag in vier Wochen, und ich frage mich gerade, was mich geritten hat während ich wahre Schlachten in der Küche schlage. Es gibt gefüllten Braten, Semmelknödel und Rotkohl und für die Vegetarier Spaghetti mit Tomatensauce. Semmelknödel - selbstgemacht - hirnrissige Idee

aber 

es wird bestimmt wieder ein lustiger, wunderbarer Abend mit netter Gesellschaf werden. Der KrümelundMottenvater wird mit dem Krümel ebenfalls zum Essen kommen (ich könnte es kaum verantworten, dass die Beiden zu Hause verhungern müssen, während die Motte und ich uns die Bäuche vollschlagen 'g'). Und ich werde wieder denken, war doch alles gar nicht so schlimm "Sabine, was kochen wir in vier Wochen????"

16. Januar 2011

Mein lieber, lieber Brieffreund,


Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Liebe und Gute zu Deinem Geburtstag !!!

Nachdem ich Dich im letzten Jahr so schmählich vergessen habe, gibt es nun ganz öffentliche Wünsche.
Ich lese Deine Zeilen (inzwischen sind es ja Mails) immer noch so gerne wie vor 25 Jahren (ich finde das immer noch phänomenal, dass wir nach fast zwei Jahrzehnten Sendepause einfach da anknüpfen konnten, wo wir aufhörten).
Auf diesem Weg möchte ich Dir einfach schreiben, dass ich Dich sehr schätze und Du eine wirkliche Bereicherung für mich bist!

darf ich das...

eigentlich schreiben, das frage ich mich die ganze Zeit schon. Ich schreibe, weil es mich beschäftigt.



Nachtdienst

Das heißt von 20.30 - 6.30 zu arbeiten. Ich mache wirklich nicht oft und regelmäßig Nachdienst, denn ich arbeite nur in Teilzeit. Aber ich mache relativ gerne Nachtdienste, weil ich eine richtige Nachteule bin und weil dann alles irgendwie anders ist angefangen von der Beleuchtung über die besondere Stimmung. Und ich kann nicht so gut 'Nein' sagen, wenn es darum geht für eine/n kranke/n Mitarbeiter/in einzuspringen

Ich komme also um 20.15 erwartungsvoll  zum Nachtdienst. Bestens gerüstet mit einer großen Portion Spinattortellini, einer Tafel Schokolade, einem Netz Orangen, einem 500g Glas Joghurt, einer Falsche Multivitaminsaft und einem halben Kuchen (nein, ich bleibe nicht 2 - 3 Tage). Ich muss erst mal über mich selbst lachen, als ich versuche all das im Kühlschrank unterzubringen. Na, ja die Kollegen freuen sich sicher.

Erwartungsvoll was diese Nacht so bringen wird, wird Kaffee Nummer 1 getrunken. Na, ja mit ruhiger Nacht hat das nichts zu tun, was uns da so erzählt wird. Kaum sind wir 'Nachteulen' alleine wird klar, dass eine meiner Patientinnen versterben wird. Schnell geistlichen Beistand und Angehörige verständigen und dann bin ich einfach für sie da. Ich halte ihr die alte Hand, weil sonst noch niemand da ist - am liebsten würde ich jetzt singen 'Von guten Mächten wunderbar geborgen' - erst traue ich mich nicht recht (die Kollegen und so, irgendwie ist es ja schon ein bißchen peinlich ....) - dann traue ich mich doch, wenigstens ganz leise - nur für uns beide in den letzten Erdenminuten. Nun sind Pfarrerin und Angehörige da ...
Der nächste Notfall ist angekündigt, wir wissen nur, dass 'er' von außerhalb kommt - also ist mit allem zu rechnen. Zimmer, Beatmung und Monitoring sind zu richten...und bei meiner Patientin abzubauen
laufen, laufen, laufen
'Schwester können sie mal....' - Alarm geht an - Pfarrerin will Patientendaten - Angehörige bekommen Kaffee und Wasser und vor allem Zeit für den Abschied
laufen, laufen. laufen
Bett richten, inzwischen wissen wir es ist eine Wiederbelebung von außerhalb - Notfallmedikamente richten, 'Schwester kommen sie mal'
laufen, laufen, laufen
Planänderung wir übernehmen einen anderen Patienten - völlig anderes Krankheitsbild - alles neu richten (Mist) - im Vorbeigehen Kaffee Nummer 2 - Pflegerunde
laufen, laufen, laufen
Zugang kommt - umbetten, ankabeln, Plan richten, Medikamente anhängen - diverse Zu- und Ableitungen legen bzw dabei assistieren
laufen, laufen, laufen
schnelle Zigarette mit dem Doc im Treppenhaus - dabei Kaffee Nummer 3
große Pflegerunde - Kaffee kochen - meine Patientin mit dem wunderschönen Namen in die Pathologie verlegen (es gibt ein Geräusche das werde ich nie im Leben vergessen, ich möchte es nie, nie für meine Angehörigen hören - das Quietschen des Hubwagens)
10 Minuten Zeit bis zur nächsten Runde - Kaffee Nummer 4 und eine Orange
Pflege und Bilanzrunde - ohne Zwischenfälle - direkt ruhig - meine Gedanken kreisen - 'Schwester, Schwester ..........' (warum rufen Patienten eigentlich nur Schwester, habe ich doch auch 2 männliche Kollegen im Dienst dabei - Bruder wäre doch sicher mal was anderes) - ein Bett frisch zu machen - Durchfall und verwirrter Patient sind nicht kompatibel (bitte die innere Ruhe nicht verlieren, der Patient weiß nicht  was er tut - nach dem dritten Mal im Kopf vorsagen, ist es angekommen und wir können  miteinander scherzen)
laufen, laufen, laufen
Fahrt ins CT mit dem Neuankömmling - wieder alles abbauen, umbauen an mobile Geräte - Anruf aus dem CT - Untersuchung eine Stunde verschoben - Schxxxx
Zeit etwas zu essen (eine halbe Tafel Schokolade) und Kaffee Nummer 5 um 3.30, Durchhänger - ich bin supermüde - Fahrt ins CT dann wieder eine Pflegerunde
5.20 Kaffee Nummer 6 (keine Milch mehr da - ärgerlich) - noch 40 Minuten bis der Frühdienst kommt - 6.00 Übergabe ,  ungegessenes Essen wieder einpacken, umziehen , in fast frühlingshaftem Wetter eine Stunde nach Hause fahren - Bett ich komme - um 8.00 endlich - das Telefon klingelt (soll ich, oder nicht .... ich will) 8.30 endlich im Bett ......... warum kreisen nun die Gedanken, ich möchte doch schlafen - Telefon im Wohnzimmer unter den Kissen, was hält mich ab - die Gedanken kreisen weiter (um 9.00 letzter bewusster Blick auf den Wecker) - Haustürklingel im Unterbewusstsein (und in der Realität - es ist 11.00 - ich bekomme ein 'Erwachet' angeboten, dabei möchte ich doch endlich nur richtig schlafen) - ich falle ins Bett bis die Motte von der Schule kommt, aber an richtigen Schlaf ist nicht mehr zu denken - zu viel Kaffee- zu viele Gedanken ???

13. Januar 2011

Hochwasser

Ich sitze hier ja ziemlich genau zwischen zwei hochwassergeplagten Städten, auf einem Berg in absoluter Hochwassersicherheit. Aber es macht immer wieder nachdenklich wie die Menschen in Miltenberg und Wertheim das bewältigen - immer wieder dieser Angst ausgesetzt sein, was erwischt es diesesmal. Kann ich mein Geschäft, meine Wirtschaft halten - wieder einmal renovieren - wie ist das mit den Kosten. Versichern können sie sich nicht dagegen, denn keine Versicherung nimmt sie auf.
Um so mehr beruhigt es, wenn ich die Pegelstände anschaue, die trotz des starken Regens weiterhin fallen. Gleichzeitig bleibt aber die Sorge, wenn es so gar nicht aufhören möchte zu regnen.
Und ein dickes DANKE möchte man/frau/ich loswerden - an alle Helfer von Feuerwehr oder THW, die unermüdlich im Einsatz sind - ihr seid SPITZE !!!

Ach ja - und die Hochwassertouristen finde ich einfach nur ....... denkt euch euren Teil ;-)

12. Januar 2011

10. Januar 2011

Vorsätze

Jeder Schulanfang nach den Ferien ist für uns auch immer wieder der Neubeginn von Vorsätzen - vor allem Vorsätze vom Krümel und der Motte
.
Vorsätze die manchmal sehr schnell wieder vergessen werden, die manchmal schon am Mittag wieder vergessen sind. Vorsätze die der innere 'Schweinehund' gar zu gerne blockiert

Meine Vorsätze etwas 'cooler' zu reagieren, verständnissvoller, einfühlsamer sind auch oft schon nach wenigen Tagen in Vergessenheit geraten. Der Sog des Alltags reißt mich mit. Diesmal habe ich mir vorgenommen mich nicht vom grauen Alltag mitreißen zu lassen. Ich werde bunt denken und reagieren.

 Ich glaube ich bin im Moment recht ausgeglichen was unser Dauerbrennerthema 'Schule' betrifft. Und ich glaube diese Ausgeglichenheit überträgt sich und schwappt auf die Kinder über. Ich hoffe ich kann diese Ausgeglichenheit noch sehr weit in das neue Jahr mitnehmen. Sie tut den Kindern gut, und mir auch....

7. Januar 2011

Dreikönigstag

Eigentlich sollte alles ganz anders sein
aber dann kam es so:

Als ich um 7.00 Uhr mit Schlafaugen hinausschaute regnete es und es schien furchtbar glatt zu sein (was kein Wunder war, denn um 21.00 gestern am Abend zeigte das Thermometer noch - 9,5°C). Bevor ich die Motte (sie sollte heute als Sternsinger bzw. einer von 3 Königen unterwegs sein) weckte, klärte ich nochmal telefonisch ab, ob wir wirklich zur Kirche kommen sollten - wir sollten - also rein in die Kleider, Feuer anmachen und Motte wecken - und vor allem das Gesicht schwärzen.
Dann kam der abenteuerlichste Teil des Tages die Rutschpartie in die Kirche - wir sahen mehr Menschen auf dem Boden liegen (unter anderem ich auch) als stehend oder gehend.
Irgendwie machte mich das alles recht wütend - meine eigene Unvernunft das Kind bei dieser Glätte in die Kirche zu schicken, die Aussage des Pfarrers wir sehen nach der Kirche mal weiter - die ungeheizte Kirche -  mein Mann weil er unbedingt den Krümel noch wecken musste und auch in die Kirche schickte (den hat es gleich dreimal auf den Hosenboden gesetzt) - unser indischer Pfarrer, der heute kaum den Ablauf des Gottesdienstes wusste und der einfach nicht, aber auch kein bisschen den Funke überspringen lassen konnte - er las einfach irgendeine alte Predigt ab - und der Rest war einfach unzusammenhängendes Gefasel.
Ich war einfach mit der ganzen Situation unzufrieden und nun kommen die Sternsinger am Sonntag (da muss ich aber arbeiten - muff) weil es einfach viel zu glatt war, um die Kinder von Haus zu Haus ziehen zu lassen.
Letztendlich wurde ich heute am Abend aber doch noch mit diesem Tag versöhnt ;-)

5. Januar 2011

Wichtiges und Unwichtiges aus 2010

Januar
Blogeröffnung - unsere liebe Piratenkatze Lilly verschwindet - Schnee, Schnee und nochmals Schnee - immer wieder Schulgedanken - schöne Tage mit lieben Freunden -

Februar
eingespannt im Faschingstreiben - immer wieder Schulgedanken - eröffnete Inlinersaison und dann doch immer wieder Schnee - Apassionata - Mottenleid, weil Reitprüfung versiebt - humpelnder Gatte, verursacht durch einen Gichtschub

März
Schnee, Schnee und nochmehr Schnee - tolles Konzert des großen Kindes mit Ron Williams - der Tod scheidet uns zweimal von vertrauten Menschen - das Leben zeigt sich in allen Facetten und wir freuen uns auf Ostern in Italien und verreisen Ende des Monats

April
wunderschöne, erholsame Tage in Italien - Geburtstag meines Mannes ebenfalls dort - große Aufforstaktion in unserem Wald - gewonnener Malwettbewerb der Motte - nervige Elternsprechtage und immer wieder Schulgedanken - und Eintauchen in die Sitten anderer Kulturkreise, wir waren zu einer Swadba eingeladen

Mai
Waldmeisterexperimente - die erste goldene Hochzeit des Jahres - immer wieder Schulgedanken - Gedanken um den Lauf der Dinge und  Erziehungszweifel - ein großer Schrecken der dann doch noch glimpflich ausging und unglaublich tolles Wetter

Juni
Honig schleudern - erstes Reitturnier der Motte - Krümelzimmerrenovierung - zwei neue tierische Bewohner ziehen bei uns ein - ein tolles Sommerkonzert - eine ziemlich nervige Augenentzündung - Garten, Garten und nochmehr Garten

Juli
alles neu macht der Juli, jedenfalls unseren Balkon - Schulentscheidungen werden getroffen - es ist Sommer, Sommer, Sommer - waren die Kinder zu einem ganz tollen Freizeitwochenende - genießen wir laue Abende - macht sich Ferienstimmung breit - ging die Klimaanlage unseres Autos kaputt - und rechtzeitig zu den Ferien verschlechtert sich das Wetter - die Motte wurde 11

August
kaum ist der August eineinhalb Stunden alt, läuft uns ein Dachs ins Auto und vereitelt fast unsere Ferienpläne - verbringen wir mit lustig (im August fand ich es noch nicht sehr lustig) provisorisch verklebtem Auto ein paar traumhaft schöne Urlaubstage bei lieben Menschen an der Elbe - geht die Festplatte meines PCs kaputt und mit ihr ein paar unwiederbringliche Erinnerungen - trifft mich die Erkrankung einer lieben Freundin mitten ins Herz - regnet es die meiste Zeit (klar, es sind ja auch Ferien) - wird meine psychische Belastbarkeit auf die Probe gestellt, als ich von der Erkrankung eines weiteren Herzensmenschen erfahre - sind einfach nur Ferien

September
die Schule beginnt wieder, und alle Entscheidungen mit denen wir so lange kämpften schienen auf einmal richtig zu sein - eine Aktion die ihresgleichen suchte wurde ins Leben gerufen, und ein Mensch zu Tränen gerührt - ich nahm sie an mit dem Herzen und dem Verstand, die Begleitung auf dem letzten Weg - unser Auto wurde repariert, und ich fuhr kurz darauf wieder eine Macke hinein - eine wichtige Freundschaft zerbrach fast wegen eines dummen Missverständnisses - der Krümel wurde 14

Oktober
die goldene Hochzeit der Schwiegereltern prägte den Oktober - zwei große Feiern waren zu planen - ich bekam mein erstes eigenes, neues Handy - 40 war auch mal kurz ein Thema - meine Mutti nähte mir eine/meine Patchworkdecke und hinein viele liebe Gedanken - ein Kindheitstraum wurde mir erfüllt bzw. wird sich für mich erfüllen - die Erkenntnis, dass man sich Verwandte leider nicht aussuchen kann - hochkochende Emotionen und viel, viel neue Lebenserfahrung

November
manchmal tut es weh, das Begleiten - Schulgedanken und diesmal sehr positive - Geburtstage von lieben Menschen - ein Monat des Nachdenkens - ein nicht wahrgenommener Elternsprechtag und das gute Gefühl dabei - kreisende Gedanken

Dezember
gute und wertvolle Gespräche auf allen Ebenen - ein paar lustige Tage in Nürnberg bei meiner Schwester - Schnee, Schnee und nochmals Schnee - ein etwas anderes Elterngespräch, aber ein megatolles - besinnliche und lustige Weihnachten - Weihnachtfeiern - Weihnachtsferien - nur zwei Tage arbeiten müssen - Schulgedanken, aber positive - und ein bisschen Seelenschmerz weil die Endlichkeit so ins Bewusstsein dringt