19. Mai 2011

aus Schaden wird man...


hoffentlich endlich mal klug. Und statt man, könnte ich auch fast Mann schreiben - zumindest aber Pubertist oder Chaot oder Krümel oder mein Sohn oder mein lieber Dummbeutel .........


Wenn Eltern Verbote aussprechen oder etwas nicht gutheißen, dann hat das immer meistens einen Sinn. Der Sinn, dass der Krümel nicht die Glasflakons öffnen solle lag auf der Hand  - die Teile lassen sich seit Jahren nicht öffnen (auch mein Mann hat es nicht geschafft) - es gibt eine große Schweinerei, denn die Flakons sind noch mit Badezusatz befüllt - oder im schlimmsten Fall zerbrechen diese und man Krümel kann sich verletzen.

10 Minuten später:

Blut überall - geschockter Krümel - geschockte Mutter - Familie im Ausnahmezustand - Fahrt ins Krankenhaus 1 (hier kann man nicht behandeln) - Fahrt ins 60 km entfernte Krankenhaus 2 - Notoperation ein halbe Stunde später, weil die Sehne und der Nerv des rechten Daumens durchtrennt waren - wie dankbar ich doch bin, dass es Spezialisten gibt, die so etwas Filigranes wieder 'zusammenflicken' können.

Heute war der Krümel noch sehr neben der Spur, aber es scheint alles gutgegangen zu sein. Morgen kann er dann höchstwahrscheinlich wieder mit nach Hause kommen - das entscheidet sich aber letztendlich nach dem ersten Verbandswechsel.



Ich wünsche ihm so sehr, dass der Daumen wieder voller Gefühl und voll beweglich sein wird!

13. Mai 2011

12 von 12 im Mai



 schöne Einblicke in unseren Garten




  
Ecken die wir noch gestalten, verschönen, bearbeiten wollen

 



Pflänzchen die aufs Auspflanzen warten - und Plätze die auf Pflänzchen warten




 Preisverleihung vom Malwettbewerb - die Motte war dabei




...und wer noch bei 12 von 12 mitgemacht hat seht ihr bei  Frau Kännchen!

Elternsprechtag 3

Wie ich es ja schon einmal schrieb, hasse liebe ich Elternsprechtage 'hüstel' ......und nachdem ich den letzten Elternsprechtag erfolgreich ignorierte (das hat mich ganz schön Mut gekostet - aber mir ging es gut dabei), war gestern der Besuch des Sprechtages vom Krümel unbedingt fällig.
Wie immer musste ich mir laut Sohn keinerlei Gedanken machen, weil alles ganz gechillt ist im Moment - aber auch diese Aussage kannte ich ja schon. Auch dieses Mal begleitete er mich, deutlich nervöser als sonst, was nicht gerade Gutes vermuten ließ.

Auch dieses Mal war ich sehr rechtzeitig an der Schule - und auch dieses Mal war Bio und Chemie meine erste Anlaufstelle (allerdings dieses Mal nicht von einer Lehrkraft unterrichtet). Der Bio-Lehrer kam gleichzeitig mit uns an und ich hatte einen echten Durchmarsch. Mitarbeit und Abfragenoten bei 2 - sehr interessierter Schüler (Verwechslung ausgeschlossen, das Krümelkerlchen sollte mit zum Gespräch). Chemie mit Latein das HassLieblingsfach schlechthin war nicht der Brecher, aber es sind auch hier keine Katastrophen passiert (für uns ist eine 4 keine Katastrophe - nur mal so nebenbei)

Ich hatte keine längeren Wartezeiten wie 10 Minuten -  ich bin mir sicher die Lehrer wurden instruiert mich bitte nicht für immer zu vergraulen, denn es war  fast alles ganz anders

- die Noten stimmen
- die Mitarbeit ist gut bis sehr gut
- er ist ein aufgeweckter Schüler
- er versucht Dinge umzusetzen

....... ich bekam wirklich fast ausschließlich positive Dinge über mein Kind erzählt - in fast allen Fächern (er war bei den Gesprächen nicht dabei - und alle Fachlehrer habe ich auch nicht abgeklappert)!!! Langsam fangen Elternsprechtage an mir zu gefallen - ich habe kein Monster, sondern einen liebenswürdigen, wenn auch pubertierenden Teenie, dem man laut Deutschlehrer einfach nicht böse sein kann!!!

Was sich jedoch nicht geändert hat ist, er ist nach wie vor noch unglaublich zerstreut, vergesslich und verplant ............. Nacharbeiten werden auch in Zukunft immer wieder einmal anstehen - auch Mitteilungen über mangelnden Hausaufgabenfleiß oder vergessene Hefte und Bücher werden wohl noch ins Haus flattern - nur nicht mehr wöchentlich (ich habe in diesem Schuljahr erst drei erhalten)

Was sich noch nicht geändert hat, sind diese speziellen Eltern, die einen anschauen und mit den Augen fast ausziehen, und die sich permanent über andere, störende Kinder unterhalten. Aber wenn all das nicht so wäre, dann könnte ich Elternsprechtage ja nicht in Ruhe hassen  ;-)

6. Mai 2011

Motte im Glück

Erst wollte ich ja gar nichts mehr zu dem Thema Turnier schreiben - aber nun schreibe ich doch. Ich habe mich zunächst gefreut, geärgert, habe überlegt, gezweifelt .....und dann schließlich gedacht, dass ich nicht die Welt retten kann, aber mit gutem Beispiel vorangehen kann.

Erstmal die ganz tolle Nachricht - die Motte hat den ersten Platz bei dem Reiterwettbewerb erritten, und das obwohl sie
 
- kein eigenes Pferd besitzt
- kein Erwachsener das Pferd abgeritten hat
- sie nicht auf den typisch klassischen Turnierpferd reitet, sondern auf einem kleinen Scheckenpony
- sie keine Turnierbekleidung im Wert von mehreren hundert Euro besitzt und trägt
- sie nur zu kurze Gummireitstiefel und keine teuren Lederreitstiefel trägt
- sie keine Sporen trägt
- wir keinen bekannten Nachnamen tragen
- wir ihr nicht eingeimpft haben, dass sie unbedingt gewinnen muss


Leider haben wir genau diese Dinge bei anderen Eltern beobachtet und es ist uns sehr sauer aufgestoßen, dass schon Kinder massiv unter dem Druck stehen (bzw. gesetzt werden) unbedingt gewinnen zu müssen. Natürlich freuen wir uns wie Bolle, dass die Motte gewonnen hat - alles andere wäre ja auch abnormal, aber das was wir teilweise gesehen haben finden wir schlimm.

das Pony ist nassgeregnet , nicht schweissgebadet ;-)