25. Januar 2010

Sein oder Schein?

Das Krümelkerlchen ist krank - ich denke jedenfalls das er krank ist. Bislang musste ich mir niemals Gedanken machen, wenn er sagte er fühlt sich nicht gut. Erstens waren die Symptome für mich eindeutig, und zweitens vertraue ich meinen Kindern.

Heute bin ich mir zum ersten Mal nicht ganz so sicher - seit gestern hat er Gliederschmerzen und er ist sehr matt ..... entweder er brütet etwas aus - oder.....

Das heute eine Physikschulaufgabe geschrieben wird, hat mit den diffusen Krankheitsbeschwerden sicher rein gar nichts zu tun .......... was für eine Mutter bin ich nun, dass ich die Krankheit ein bißchen anzweifele - sollte ich nicht uneingeschränkt meinen Kindern glauben, und keinesfalls in Frage stellen was sie mir erzählen - oder sind meine leisen Zweifel berechtigt?

Hätte ich ihn, weil fieberfrei in die Schule schicken müssen/sollen?

Versucht man mit 13 Jahren die Eltern zu hintergehen, und neue Grenzen auszustesten - ist der schulische Druck wirklich manchmal zu groß (nach den Geschehnissen in der letzten Woche am Gymnasium des Sohnes bin ich sensibilisiert) - mache ich mir zu viele Gedanken???

Braucht er vielleicht einfach einmal meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit, gerade nach der letzten Woche (das Erlebte in der Schule, das Wegbleiben des geliebten Haustieres....)

Natürlich ist er heute mein krankes Kind, mit allen Vorrechten die einem da zustehen ...aber so ganz kleine, leise Zweifel bleiben.

2 Kommentare:

  1. hmmm, das kenne ich. Und doch denke ich, im Zweifelsfall sollten wir dem Kind glauben. Vielleicht schenkt ja gerade so eine Auszeit die Gelegenheit, zusammen in Ruhe zu sprechen. Ich glaube, Fieber und Angst vor schulischem Versagen darf man nicht einfach gegeneinander ausspielen. Beides soll und darf ernst genommen werden.
    Ich handhabe es so, dass, wer sich krank fühlt, auch als krank behandelt wird, also auch früh zu Bett gehen und Tee trinken und allsowas "muss".
    Vertraue deinem Sohn, auch wenn es ihm vielleicht noch nicht gelingt, genau das zu zeigen, was in ihm vorgeht. Dein Vertrauen wird ihn stärken.
    Das sage ich mir dann nächstes Mal auch wieder....

    Alles Liebe
    Gabriela

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  2. Ich danke Dir für Deine lieben Worte - genau so habe ich es gehandhabt - ich spürte förmlich sein Suchen nach Nähe - ich denke es war ihm Seelenbalsam.
    Liebe Grüße C.

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