In mir war heute so viel Gegensätzliches, ein Wechselbad von Stimmungen und Gefühlen.
Heute war die Beisetzung einer Tante meines Mannes - ein bedrückendes Gefühl, wenn man in die trauernden Gesichter des Mannes, der Kinder und Enkelkinder schaute. Andererseits aber auch ein Gefühl von Erleichterung und Dankbarkeit das die Verstorbene nun nicht länger leiden musste.
Während der Messe einerseits das andächtige Gefühl weil der Pfarrer nicht nur seinen 'Job' machte, sondern besonders einfühlsam war - auf der andern Seite musste ich in mich hineingrinsen, weil der Orgelspieler das wunderschöne Lied 'Von guten Mächten wunderbar geborgen' im 3/4 Walzertakt spielte.
Während der Beisetzung ständig tuschelnde Menschen hinter mir, die mich einfach nur wahnsinnig nervten. Der Ärger über mich selbst, mich so ablenken zu lassen. Dann wiederum der letzte musikalische Trompetengruß ihres Schwagers, als nur noch der engste Familienkreis im Friedhof stand - und der mir mit Verklingen des letzten Tones so viele wunderbare Gedanken bescherte.
Die 'Verpflichtung' (auch als Fahrer der Schwiegereltern) auf den Leichenschmaus zu gehen einerseits - andererseits lernte ich eine Cousine meines Mannes kennen und es entwickelte sich ein sehr, sehr intensives Gespräch.
Es ist schön geschrieben von Dir. Solche Tage sind schwer, ich weiss.
AntwortenLöschenVielleicht geht der Kontakt mit der Cousine ja weiter?
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
Elisabeth
Ja, du hast recht, so geht es einem manchmal.Aber ist es nicht auch eine Gabe , selbst in den schrecklichsten Momenten noch schönes sehen zu können ?Ich wünsche dir einen wundervollen Tag!Viele, liebe Grüße,Petra
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