8. Februar 2010

Die 13 Monate - Februar

Der Februar



Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Welt vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.

In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.

Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.

Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?

Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.

Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.

Erich Kästner




Dies ist eines von meinen Lieblingsgedichten der 13 Monate. Ich frage mich dabei aus welchem 'Stoff' bin ich, wer bin ich wirklich - wie oft bin ich vielleicht nur ein 'aufgeputzter Narr' ? Es bringt mich dazu mich und mein Leben ab und an neu zu überdenken.

Gerade in diesem Jahr muss ich, wenn ich diese Zeile lese an eine Familie denken, die hart an ihrem Schicksal trägt, und das Sorgenkleid sicher nicht einfach in die Truhe legen kann - gerade am Faschingsonntag.

Ich wünsche allen Lesenden hier eine schöne, lustige, närrische Zeit- und all jene, die nichts mit Fastnacht oder Karneval anfangen können, eine wunderbare Woche!

5. Februar 2010

...wo bleibt die Zeit ?

Drei arbeitsreiche und ereignisreiche Tage liegen nun vor mir, und ich weiß immer noch nicht, wie das alles in je nur 24 Stunden pro Tag zu schaffen ist .......... ein kleiner Überblick was mich so erwartet:

->Suppe für die Familie pimpen (bis jetzt ist es nur Rinderbrühe)
->duschen
-> eine to do Liste für den Krümel schreiben
-> eine to do Liste für meinen Mann schreiben
-> Sportsachen der Motte packen (hat sie vergessen und heute Tanzprobe)
-> in einer Stunde losfahren
-> insgesamt ab heute gerechnet 6 Stunden Fahrzeit zur Arbeit und zurück
-> tanken
-> einkaufen gehen nebenbei
-> von heute ab gerechnet 24 Stunden an drei Tage verteilt arbeiten
-> mit meiner Schwester, die meine Eltern besucht einen Kaffee trinken und ausführlich quatschen
-> die Motte zum Reiten fahren und abholen
-> meinen Mann zu seinem morgigen Auftritt begleiten (kostümiert ... ich habe keine Lust)
-> die Motte für den Kinderfasching schminken
-> zwei mal Essen kochen (ohne die Rinderbrühe heute)
-> ein bißchen schlafen wäre auch nicht schlecht


.....ich packe es an, und harre der Dinge die da auf mich zukommen

4. Februar 2010

Schulgedanken 1

Meistens finde ich es wunderbar auf dem Land zu wohnen- es ist beschaulich, ruhig, und so mancher Wochenendenachmittag hat den Hauch von Urlaub. Wenn ich allerdings an die Schule denke, wünschte ich mir manchmal in einer größeren Stadt zu wohnen.

Wir haben hier nicht wirklich eine Auswahl auf welche Schule wir unsere Kinder schicken wollen. Es gibt eine Grundschule, da gehen die Kinder einfach hin, ob wir das nun gut finden oder nicht. Meine Kinder waren vom ersten Grundschultag Buskinder - das hieß / heißt um kurz nach 6.00 aufzustehen und um 7.00 bzw. kurz davor an die Bushaltestelle zu laufen. Damit müssen sich nun viele Kinder arrangieren - und das war/ist unser kleinstes Problem. Dürfte ich meine Kinder allerdings ins benachbarte(ca. 5 km) Baden Württemberg schicken, müssten/dürften die Kinder eine ganze Stunde später aufstehen. Nun - die Grundschulzeit haben die Kinder hinter sich gebracht, und damit ist auch dieses Thema durch. Besteht der Wunsch das Kind in eine Waldorf oder Montessorie Schule zu schicken, gibt es keine wirklichen Alternativen. Erstens gibt es solche Schulen im Umkreis von 60-70 Kilometern nicht, zweitens sind die Anbindungen an die öffentlichen Verkehrsmittel mehr als bescheiden.

Man kann sich hier auf dem Land kaum erlauben ein Kind zu haben, welches nicht in das vorgegebene Schubladensystem passt. Jedes Abweichen nach oben, unten, rechts oder links stellt für die öffentlichen Schulträger meist ein Problem da.

Mein Pubertist zum Beispiel ist ein solches Exemplar. Er wurde mit knapp 6 Jahren als 'Kann-Kind' eingeschult, hat dann mal flugs das 2 Schuljahr übersprungen, ist jetzt 13 Jahre alt, und wird Anfang der 10. Klasse 14.
Irgendwann pfiff uns die 'Diagnose' Hochbegabung um die Ohren. Wer jetzt aber glaubt, dass wir uns nun überglücklich in den Armen lagen und uns des Lebens freuten irrt - gewaltig.

Ich brauchte über ein Jahr um dieses Wort überhaupt aussprechen zu können (ich konnte einfach nicht annehmen das unser Kind so sein soll)- habe mich fast geschämt dafür, war einerseits stolz auf mein schlaues Kerlchen, andererseits war ich total am Boden zerstört - Stunden verbrachte ich damit, dem Kind zu lernen wie man Schleifen bindet (ich konnte ja schlecht den Sportlehrer am Gymnasium bitten, meinem Kind die Schuhe zu binden...und glauben Sie mir, es gab Tränen auf beiden Seiten)...Ende der 6. Klasse klappte es dann endlich - "Ups Mama - kannst du bitte in die Schwimmhalle kommen, ich habe vergessen die Unterhose unter der Badehose auszuziehen" ........... solche Situationen gab es vor ein paar Jahren fast täglich ................heute kann ich von Herzen darüber lachen, damals blieb mir das Lachen im Halse stecken. Zu dieser Zeit hätte ich ihn gerne in eine andere Schule geschickt, glauben Sie mir. Internat kam/kommt für uns nicht in Frage.

Er hat kein ADS - ADHS - ist aber sehr zerstreut, und allen Ernstes wurde uns vorgeschlagen, ihn mit Medikamenten in die richtige Bahn zu bringen - nur weil er nicht funktioniert wie andere Kinder - niemals - lieber etwas mehr angesägte Nerven und zu unterschreibende Schulbriefe, und dafür ein glückliches Kind, das es selbst sein darf.

Wenn ich so in mich gehe, stelle ich fest, dass es wohl noch viele Einträge unter der Rubrik 'Schulgedanken' bei mir geben wird.

Was ich aber wirklich noch loswerden möchte ' Ich danke von Herzen allen Pädagogen, die ihm/uns wirklich helfen und geholfen haben - sie waren/sind manchmal mein Strohhalm!'

3. Februar 2010

Pubertist und Mutterstolz

Mein Herr Pubertist ist manchmal sicher nicht ganz unschuldig an den vielen grauen Strähnen, die sich durch meine Haare ziehen.
Es gibt viel auszudiskutieren, sehr viel *seufz* - es gilt Grenzen auszutesten - Wasser ist auf einmal eklig nass, und Duschen passt gerade gar nicht in den Kram - für die Durchquerung seines Zimmers wäre es zeitweise angebracht einen Kompass zu benutzen - und die Düfte die manchmal dieses Kind umwehen sind sehr speziell (eine Mischung aus Jungenumkleide, alten Turnschuhen und Deodorant) - Meinungen werden gebildet und vehement vertreten - mein bislang sehr unkompliziertes Kind, was die Kleidung betrifft, geht bei 30 cm Neuschnee mit Turnschuhen in die Schule (Winterstiefel sind ja so was von unmöglich !!!! .....und wenn Winterstiefel in der Schule angezogen werden, was 1x vorkam, werden sie dort gewechselt) - an die Schule darf ich gar nicht denken (kleinstmöglicher bis gar kein Aufwand um gerade noch überall so durchzurutschen).
Genau so viele Dinge machen mich aber stolz auf mein Kind, es werden eigene Meinungen gebildet und auch vertreten - ich kann mit ihm herrlich über Bücher diskutieren, die wir beide gelesen haben - ich kann ihm verantwortungsvolle Dinge übertragen, die dann auch so ausgeführt werden - ich kann am Abend mit meinem Mann ausgehen, und er kümmert sich rührend um seine Schwester ..............

Der Herr Pubertist neigt dazu, wenn ihm etwas zu langweilig wird, oder keinen Spaß mehr macht sich andern Dingen zuzuwenden und er bringt oft nicht das nötige Durchhaltevermögen mit. Im Moment gibt es aber eine Sache, die macht mich besonders stolz - ich weiß nicht wie oft er seine Trompete im letzten Jahr gerne in die Ecke gestellt hätte (es gibt schließlich viel interesanntere Instumente, wie E-Bass oder Keyboard). Da zahlte sich aber nun sein Durchhaltevermögen aus. Er ist in die Big Band an seiner Schule aufgenommen worden. Eben jene gibt bald ein Konzert mit Ron Williams - und seit ein paar Wochen macht das Musizieren auf einmal Spaß - ist obercool und abgefahren. Er übt täglich freiwillig und mit Spaß - sieht die Lehrer auf einmal aus eindem anderen Blickwinkel, und ist bei der Sache.

Krümelkerlchen ich bin stolz auf dich und dein Durchhaltevermögen!

2. Februar 2010

...und ich schieb'....

.....und ich schieb, schieb, schieb immer wieder - hab's so satt, satt, satt hab's jetzt über .....


Nachdem sich der Fasching mit all seinen schönen und auch sinnlosen Dingen (die Ohrwürmer der 'tollen' Lieder die hier teilweise instrumental geprobt werden) nähert, erwischte ich mich heute Morgen beim Schneeschieben dabei, wie ich immer wieder diesen 'räusper' etwas abgewandelten Refrain summte.

In solchen Fällen zweifle ich dann schon an meiner geistigen Verfassung - mir fiel spontan das Wort 'Narrenfreiheit' dazu ein.




...vielleicht liegt es aber wirklich an der zu schiebenden Fläche - was man hier sieht ist ca. die Hälfte - und es soll am Abend und in der Nacht weiterschneien ...

Die 100 beliebtesten Bücher

Bei 'Draußen nur Kännchen' habe ich folgenden Beitrag gefunden und nachgeschaut welche Bücher ich ebenfalls gelesen haben.
Aufgelistet sind die 100 beliebtesten Bücher der Deutschen. Die, die ich gelesen habe, sind fett markiert, die ungelesenen im Bücherregal sind kursiv.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry


6. Buddenbrooks, Thomas Mann

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling


10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen


18. Der Name der Rose, Umberto Eco

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse


30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley


31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing


51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72.
Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May


80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood


.....manche der der Bücher sind sicherlich sehr lesenswert........manche müsste ich nicht noch einmal lesen ;-)

1. Februar 2010

Kalenderblatt Februar


Ich wünsche allen, die hier lesen - viele gute Februargedanken !